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Georg Joachim von Lauchen

 (aka /RHETICUS/RHETIKUS/RHÄTICUS/RHÄTIKUS)
Born: Feldkirch-Vorarlberg/Austria 16.Feb. 1514
Died: Kassa 1574

 


Der Astronom:

Der Mathematiker:

Rhetikus war mit 25 Jahren der jüngste Mathematikprofessor
an der Unversität Wittenberg.
Unter anderem erstellte er fünfzehnstellige
Tafeln von trigonometrischen Funktionen, durch die erstaunlich genaue Werte für “Pi” berechnet werden können.
(Quelle: http://atp6000.tuwien.ac.at/MAGNET/WS/projects/fba/fba.html)

Summary:
1514–76, German astronomer, mathematician,
and first disciple of Copernicus. In 1540 he
printed a summary of heliocentric ideas in the
Narratio prima and in 1542 supervised
publication of the trigonometric sections of
Copernicus's masterpiece De revolutionibus. He
subsequently persuaded Copernicus to publish
(1543) the entire work. To mathematics he
contributed Opus palatinum de triangulis, in
which for the first time trigonometric functions
were related to angles rather than to the arcs of
circles.
(Source: The Columbia Encyclopedia, Fifth Edition
http://www.infoplease.com)

 

Rheticus Reise nach Preussen zu Copernicus & sein Aufenthalt in Frauenburg
(aus NICOLAUS COPPERNICUS von Leopold Prowe, Erster Band: Das Leben; II THEIL 1512-1543; Berlin Weidmannsche Buchhandlung 1883

...Jedenfalls hatte er bereits genug vernommen, dass der Entschluss in ihm reifte, in jugendlicher Begeisterung den Meister in seiner Einsamkeit selbst aufzusuchen. Schoner billigte sein Unternehmen. Auch Melanchton scheint ihm keine besonderen Hindernisse in den Weg gelegt zu haben. Wenigstens blieb des Rheticus Stelle an der Universität offen, und nach seiner Rückkehr aus Frauenberg konnte der junge Professors seine Vorlesungen ungehindert wieder aufnehmen.
Im Frühlinge des Jahres 1539 trat Rheticus seine Reise nach Preussen an. Mitte Mai erreichte er Posen und schickte von hier aus eine kurze Mittheilung an Schoner nach Nürnberg, indem er von Frauenburg einen ausführlichen Bericht einzusenden versprach., "ob er den hohen Ruf von Coppernicus begründet gefunden habe."
Dieses Versprechen löste Rheticus erst im Herbste ein. Aber er übersandte dafür seinem alten Lehrer auch nicht einen ausführlichen Brief, sondern eine vollständige Abhandlung.
In seiner Bewunderung über das grosse Werk, in welchem Coppernicus die schwere Arbeit seines Lebens niedergelegt hatte, und in den  Dankes-Ergüssen über die Aufnahme, welche er bei dem Meister und seinen Freunden gefunden, gestaltet sich der Bericht des Rheticus zu einer begeisterten Lobschrift auf Coppernicus.
Allerdings hatte Rheticus auch allen Grund zu Lob und Dank.
Ganz unbekannt -in weiteren literarischen Kreisen war sein Name bisher kaum genannt- hatte der junge Mann, ohne jede weitere Empfehlung, als sie etwa in der Bekleidung eines öffentlichen Lehramtes an der Wittenberger Universität, und in seinen Beziehungen zu einigen bereits bewährten Männern der Wissenschaft gefunden werden konnte, Frauenburg aufgesucht, Gastfreundschaft erbittend.
Und diese ward ihm in reichem Masse zu Theil.
Bald entwickelte sich ein näheres Verhältnis zwischen dem vertrauenden Meister und dem dankbaren Schüler.
Coppernicus führte ihn in seinen Freundeskreis ein, zu den entfernter wohnenden Freunden  mit ihm selbst reisend, oder Empfehlungen mitgebend.
So verlängerte sich der Aufenthalt des Rheticus, welcher Anfangs auf kurze Zeit bemessen war; er blieb über zwei Jahre in Preussen...


 
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